Mein Leben in Spanien – Teil 2
So, heute wird mal von einer anderen schönen Stadt Spaniens berichtet, und zwar von Valencia. Dort, wo ich meine Osterferien zusammen mit meiner Gastfamilie verbracht habe.
Valencia ist eine Großstadt im östlichen Teil Spaniens und die Hauptstadt der autonomen Region Valencia und der gleichnamigen Provinz. Valencia liegt ca. 320 km südöstlich von Madrid und hat etwa 850.000 Einwohner. Da gibt’s sogar Palmen… Strand und Meer.
Die Stadt ist bekannt durch die „Fallas” die jedes Jahr stattfinden. Die Fallas, die in den Stadtvierteln zu Ehren San Joses stattfinden, sind ein riesiges Spektakel (auch für die Ohren). Während den Fallas wird in Valencia mit Tanzveranstaltungen, Stierkämpfen und Feuerwerk traditionell der Frühlingsbeginn gefeiert. Dabei stellen die einzelnen Stadtviertel übergroße Figuren aus Holz und Pappmaché, die sogenannten „Fallas”, aus. Die Fallas stellen Ereignisse aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben oftmals auf recht satirische Art und Weise.
Die Fallas beginnen Anfang März und erreichen zwischen dem 16. und dem 19. März ihren Höhepunkt. Während dieser Zeit wird mit Umzügen durch die Stadtviertel in traditioneller Tracht, Festessen und Feuerwerken, gefeiert. Es gibt zwei verschiedene Arten von Feuerwerken, das eine sind die mascletás, die täglich um 14 Uhr auf dem Plaça de l´Ajuntament stattfinden. Das andere sind die Castillos de fuegos artificiales, die in den vier Nächten vor dem 19. März nachts in den Himmel geschossen werden.
Am 17. und 18. März werden der “Virgen de los Desamparados” (zu Deutsch: der Jungfrau) mit feierlichen Umzügen Blumen dargeboten. Diese Blumen werden vor der Basilika auf der Plaça de la Virgen zu einem zehn Meter hohen Marienbild zusammengesteckt. In der Nacht vom 19. auf den 20. März werden die Fallas-Pappfiguren in einem Ereignis namens “cremá” verbrannt.
Bevor sie jedoch verbrannt werden, nehmen die Pappfiguren an einem Wettbewerb teil. Die, die den ersten Preis macht, kommt ins „Falla” Museum. Die restlichen werden leider verbrannt, was mir noch immer ein Rätsel ist, da hinter den meterhohen Figuren insgesamt ein Jahr Arbeit steckt und unmengen von Geld. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass die teuerste Falla dieses Jahr über eine Million Euro (!) gekostet haben soll…und wofür? Um schlussendlich verbrannt zu werden…
Aber gut, das Spektakel, das einem in dieser Zeit geboten wird, ist echt sehenswert und auch mal eine Reise nach Valencia wert, zumal es dort nur so von Deutschen wimmelt, darunter viele Studenten und auch Austauschschüler!
