Da es immer weniger Bereiche gibt, in denen stets nur ein Geschlecht vertreten ist, habe ich mich an eine Sache herangewagt, in der man sonst die Herren der Schöpfung vergeblich sucht: Das Babysitting.

Also machte ich mich auf den Weg nach E18, wo sich Frau Schwald mit ihrem Projekt aufhielt. Es ging gleich in die Vollen. Frau Schwald, die selber zwei Kinder hat, war schon am Wickeln und zog dem Kleinen (Anmerkung der Redaktion: Bei dem Selbstversuch kamen keine echten Babys zu Schaden!) den Strampler an. Was mir äußerst fremd erschien, war für die Mutter absolut kein Problem und es sah wirklich einfach aus, sodass ich mich selber auch heranwagte.

Frau Schwald gibt Tipps
Zuerst musste ich ebenfalls wickeln. Doch es fing schon bei der scheinbar einfachsten Sache an, kritisch zu werden. Der Strampler war auf irgendeine Weise gegen mich gestimmt, doch mit etwas Zeit und innerer Ruhe gelang es mir dennoch. Darauf folgte wohl die Königsdisziplin: das Windel wechseln. Mit etwas Überwindung öffnete ich die Windel. Zum Glück handelte sich es hier nur um ein Modell und die Geruchserfahrung blieb mir somit erspart. Doch plötzlich griff Frau Schwald ein: „Achtung, der Kopf!!!“, unterbrach sie mich. Ich hatte versehentlich den Kopf des Kindes beim Anziehen des Stramplers zu arg auf den Tisch fallen lassen.

Patrick beim Windeln wechseln
Trotz kleiner Schwierigkeiten gelang es mir schließlich dennoch und ich konnte mich der nächsten Aufgabe widmen: dem Brei. Doch davor gab es noch einen kleinen Theorie Vortrag von Frau Schwald.
Zudem wurde ich noch in die Temperaturlehre des so genannten Fläschchens eingeweiht.
So nun war es Zeit für einen weiteren essentiellen Teil des Babysittings: Das Zubereiten des Breies.
In der Theorie eigentlich ganz einfach, etwas Körner mit Milch aufgießen und einen Früchte Mix von Hipp (von Frau Schwald empfohlen) dazugeben. Als wir den Brei nun zubereitet hatten musste ich zu allem Übel auch noch eine Kostprobe nehmen und mich für einige Momente in das zu fütternde Baby verwandeln.
„Augen zu und durch“ war meine Devise, denn der Brei war in seiner Konsistenz und Darreichungsform etwas gewöhnungsbedürftig.
Zum Schluss musste ich selbst noch die Kunst des Fütterns erlernen. Doch nach dem Brei war das eine willkommene Abwechslung…

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