Bislang unbemerkt: die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook. Wir verraten, wo ihr sie findet – und sie sinnvoll nutzt!

Facebook hat die Privatsphäreeinstellungen geändert. Die alten “Netzwerke” fallen weg, da diese Mechanik zu den Anfangszeiten sinnvoll war, mittlerweile aber keinen Sinn mehr macht.

Jeder Nutzer wird beim Aufrufen der Facebookseite auf diese Neuerung hingewiesen. Und genau hier geht es auch schon los: viele klicken die Nachricht ungelesen weg – und schreien hinterher, einmal mehr, umso lauter, wenn plötzlich Bilder und Statusnachrichten öffentlich verfügbar sind.

Spätestens dann wird es Zeit, sich endlich mal mit den diversen Einstellungen vertraut zu machen, die es in Facebook durchaus gibt. Nicht “versteckt”, wie mancher behaupten möchte. Jedenfalls nicht mehr versteckt als die Bikinifotos der Facebooknachbarin. Die Motivation diese zu finden ist aber einfach größer ;-)
Rechts oben, zwischen dem eigenen Namen und “Abmelden” findet sich der Menüpunkt “Einstellungen”, darunter auch gleich “Privatsphäreeinstellungen”.
Bevor wir uns diesen widmen, sollten wir aber einmal oben links auf den Punkt “Freunde” klicken und diese in Listen einordnen.

Die List mit der Liste


Mit Facebookfreunden verhält es sich so: sie heißen zwar alle gleich, aber in die oder den einen ist man heimlich verliebt, während beim anderen froh ist, ihn seit der Grundschule nicht mehr gesehen zu haben. Als Facebookfreund macht das allerdings keinen Unterschied. Jedenfalls bis jetzt.
Denn wir klicken links am Rand, unter dem Punkt “Liste” auf “Freunde” – und können nun oben “eine neue Liste erstellen” auswählen. Wenn Facebook da schon keinen Unterschied machen will, können wir diesen selbst anlegen. Man gibt der Liste einen Namen.Beispiel: “1 – Gute Freunde” und wählen nun die Freunde aus, die wir als sehr gute Freunde bezeichnen. Später können wir dann z.B. unsere Fotos nur für die Leute aus dieser Liste zugänglich machen. Hier gilt es also nicht möglichst höflich zu sein, denn niemand wird von dieser Einordnung erfahren, es sei denn, du teilst es ihm selbst mit. Alternativ kann man auch den Namen des Freundes in das Suchfeld eintippen und ihn dort auswählen.

Nachdem wir nun die erste Liste erstellt haben, legen wir noch zwei weitere Listen auf die gleiche Weise an, nummerieren aber dementsprechend mit “2 – Bekannte” und “3 – der Rest”. Die Zahlen sind für die Schnellauswahl später sehr praktisch. Ist natürlich nur ein Vorschlag meinerseits. Wer es braucht kann noch eine vierte Liste mit dem Titel “4 – kenn ich nicht” anlegen – und später alles außer das Profilbild unzugänglich machen. ;-)

Wie man bestimmten Personengruppen nur bestimmte Dinge zugänglich macht.


Jetzt kommt der “Zauber” ins Spiel. Man klickt sich zu den Profilinformationen durch.

Hier hat man die Möglichkeit, die Sichtbarkeit aller dort aufgeführten Punkte einzustellen. Das reicht von “Über mich” über den Geburtstag und die Fotos (jedes Fotoalben kann für sich konfiguriert werden!) über die Statusnachrichten bis hin zur Möglichkeit des Kommentierens deiner Beiträge.
Um diese Einstellungen vorzunehmen fragt uns Facebook nach dem Passwort, danach kann es losgehen.


Wer sich nicht sicher ist, stellt hier erstmal alles auf “Nur Freunde”. Das heißt, nur Leute, denen du per Knopfdruck attestiert hast, dass du mit ihnen befreundet bist, können diese Info sehen. Klingt kompliziert der Satz? Der Klick auf den “Freundschaftsanfrage annehmen”-Knopf geht zweifelsohne leichter von der Hand. Deshalb ist es ratsam, zumindest die etwas privateren Informationen nur den engeren Freunden zugänglich zu machen. Natürlich könnte man sie auch gar nicht ins Internet stellen, aber sonst wäre man ja auch nicht bei Facebook angemeldet (es sei denn, man ist Journalist und “testet” Facebook und wundert sich, wenn nichts passiert.)

Wie kann man die Privatsphäre individuell einstellen?

Dazu klickt man auf “Nur Freunde” und, darauf muss man wirklich erstmal kommen, klickt dann auf “Benutzerdefiniert”.

Hier klickt man auf den Reiter und wählt nun “Bestimmte Personen” aus.

Nun kann man entweder die Namen der Freunde eingeben, ODER ABER den Namen einer Liste. name-eingebenWie hieß jetzt noch gleich der Name der Liste mit den besten Freunde? Dafür sind die Zahlen da. Einfach die 1 eingetippt, und die entsprechende Liste erscheint. Listen und Freunde können gleichermaßen hinzugefügt werden.
Man kann übrigens auch umgekehrt die restlichen Listen in das unteren Feld “Das vor folgenden Personen verbergen” eintippen.
Nun noch die Einstellungen speichern – und fertig. Nun kann man noch testweiße rechts oben auf “Vorschau für mein Profil” klicken und nachschauen, ob der dicke Spanner noch immer Zugriff auf unsere Fotos hat. Oder die nervige Tusse…

Wie wir verhindern, dass lästige Anwedungen das Profil zuspammen und Zugriff auf die unsere Daten und auch die unserer Freunde erlangen, widmen wir uns ein andermal!