Am 5. August ereignete sich in der Kupfer- und Goldmine San José ein Drama: die infolge eines Bergschlags eingestürzte Wendelstrecke schloss 33 Bergleute unter Tage ein. In etwa 700 Meter Tiefe ernährten such die Kumpel von Milch und Thunfisch aus der Dose.
Mit einem Spezialbohrer drangen Rettungskräfte bis zu den Verschütteten ein. “Hier sind 33 Personen. Wir sind alle am Leben.” stand auf einen Zettel, den die Kumpel durch einen schmalen Schacht an die Oberfläche schickten.

Mit einer Minikamera konnten Angehörige die Verschütteten sehen.
Als die große Bohrung zu den Kumpel begann, sagte Chiles Präsident Piñera bei einer Pressekonferenz, dass die Borhung bis Weihnachten andauern könnte. Zur Ablenkun sahen die verschütteten Kumpel die Live-Übertragung des Fußball-Länderspiels Chile-Ukraine. Im Laufe der Tage hörten die Bergleute Geräusche der inzwischen bis auf 120 Meter vorgestoßenen Bohrer. Und dann passierte das, was niemand erwartet hatte: Metalldiebe stahlen wichtiges Bohrgerät. Wegen technischer Probleme wurden die Rettungsbohrungen immer wieder unterbrochen. Die Bergleute reagierten mit Protest auf fehlende Bohrgeräusche.
Plötzlich kame die Arbeiten am Rettungsschachtwieder gut voran und Experten vermuteten, dass die Kumpel vielleicht Anfang November – sechs Wochen früher als anfangs geplant – befreit werden konnte.
Die Auffahrt in einem Stahlbehälter an die Oberfläche rückte näher und näher. Mit Muskelübungen sollten die Kumpel sich auf die Fahrt vorbereiten. Präsident Piñera sagte, dass die Rettung in Kürze erfolgen könnte.
Die Bergung stand dann in wenigen Tagen bevor. Der vom Bohrer gefräste Schacht war nicht ganz senkrecht – Das erschwerte das Hochziehen der Kapsel.
Am 13. Oktober, 69 Tage nach der Verschüttung, wurde der erste Kumpel geborgen. Florencio Ávalos erblickte von den 33 bergleuten als erster das Tageslicht. Die Bergleute mussten noch spezielle Sonnenbrillen tragen, da sie sich an die Dunkelheit im Bergwerk gewöhnt haben und das helle Tageslicht die Augen verletzen könnte. “Chi, Chi, Chi – Le, Le, Le!” riefen die Leute, die die Bergung an der Mine verfolgten.

Die Familien der Kumpel verlangten für jeden Arbeiter vom Staat eine Million Dollar (770.000 Euro) Schadensersatz.